At-Verbrauchsdifferenzen bei Temperaturunterschieden

Verbrauchsdifferenzen

Auf dem folgenden Tabellenblatt wird dargestellt, wie sich Temperaturunterschiede auf den Kraftstoffverbrauch eines LKW auswirken.
Höhere Temperaturn wirken sich positiv auf den Kraftstoffverbrauch aus, weil die Reibung der bewegten Teile niedriger ist, als bei niedrigen Temperaturen. Hier wird also weniger Energie in Wärme umgewandelt, der Treibstoff wird effizienter verbrannt.
Dies ist ein wichtiger Aspekt bei der Ermittlung von Einsparungspotentialen. Besonders auffällig ist die Differenz bei Volllast.
D.h.: Um eine tatsächliche Einsparung von Diesel ermitteln zukönnen, müssen alle Faktoren berücksichtigt werden. Diese sind im Folgenden: Windrichtung, Fahrbahnbeschaffenheit, Bereifung, Last, Fahrzeugaufbau und natürlich die Umgebungstemperatur.
Nur wenn alle zu berüchtigenden Faktoren gleich sind, ist es möglich eine genaue Einsparung des Kraftstoffes zu errechnen. Der Verzicht auf einen der Faktoren würde ein sehr ungenaues Ergebnis, bei der Berechnung der Kraftstoffeinsparung, zur Folge haben.

Hierzu einige Meinungen:
Bei kaltem Wetter steigt der Spritverbrauch anfangs bis zum Erreichen der Betriebstemperatur, weil das Benzin-Luftgemisch zusätzlich mit Sprit für einen runden Motorlauf angereichert wird. Danach sinkt der Verbrauch gegenüber warmen Wetter, weil kältere Luft dichter ist als warme, der Motor dadurch mehr Leistung abgibt und bei gleicher Fahrweise damit weniger verbrennen muss.

Bis der Motor bei niedrigen Temperaturen die Betriebstemperatur erreicht , dauert es schon etwas länger, auch die Reibungswiderstände im System sind höher. Das kostet Sprit.
Versuche haben ergeben, dass Nachtfahrten (besonders im Sommer) zu einer Verbrauchsreduzierung führen…der Sauerstoffgehalt in der Luft ist nachts höher, die Verbrennung effektiver.

Ausgelößt durch
– die höhere Viskosität der kalten Öle (Motor+Getriebe)
– die elektrische Glühstiftheizung fürs Kühlwasser / das Heizelement für die Innenraumluft
Außerdem natürlich auch ein Mehrverbrauch auf den Langstrecken durch allgemein im Winter eher benutzte elektrische Verbraucher
– Abblendlicht
– Sitzheizung
– Lüftung (evtl. höhere Stufe als Sommer)
– Heckscheibenheizung
– wahrscheinlich häufiger Scheibenwischen (okay, das macht wohl kaum auch nur 0,1l…)
– usw.

Es gibt 5 verschiedene Diesel-Mischungen die je nach Jahreszeit bzw. Klimazone eingesetzt werden können bzw. müssen.
siehe DIN EN 590
Dazu kommen natürlich Verluste in Form von Lagern (Getriebe, Räder) die sich auswirken könnten.
und natürlich die Winterreifen. Die Luftdichte liesse sich auch noch einrechnen.

Wenn es kalt ist und (evtl. noch grösserer Luftdruck wie z.B. im Winter oft bei Schönwetterlage) hat man eine wesentlich grössere Luftdichte. Das heisst, dass die Füllung vom Motor besser ist und deswegen hat der Motor auch tatsächlich mehr Leistung.
Seit es bei den Dieselmotoren die LuftMASSENmesser gibt macht sich das natürlich noch mehr bemerkbar als früher. Die alten Diesel haben dann halt etwas mehr gequalmt und gerusst. Somit ist der Mehrverbrauch und auch die Mehrleistung zu begründen. Der Dichteunterschied durch Kraftstofftemperaturänderung wird vom Steuergerät kompensiert – die Kraftstoffsorte nicht. (Winter- Sommerdiesel)